Onlinehandel wächst weiter

Beim Einkaufen im Internet findet man häufig nicht nur die besten Preise. Das World Wide Web ermöglicht es dem Verbraucher auch, besser zu vergleichen. Die Transparenz ist durch die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über verschiedene Anbieter zu verschaffen, stark gestiegen. Diese Möglichkeit gibt dem Verbraucher mehr Macht und auch neue Vertriebswege wie zum Beispiel Liveshopping, die das Internet als Marktplatz zunehmend attraktiv machen.

Nicht nur Kleidung und kleinere Elektronikartikel wechseln im Internet den Besitzer. Inzwischen sind es auch immer mehr große und teure Artikel, die über die virtuelle Ladentheke gehen. Sich online Waschmaschine kaufen und dann liefern zu lassen ist heutzutage keine Seltenheit mehr. Und auch andere Artikel wie Autos werden immer häufiger online verkauft oder es findet zumindest die Kaufanbahnung im Internet statt.

Starke Umsatzentwicklung

Das Verhalten beim elektronischen Handel hat sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Im Jahr 2011 werden mehr als 38 Millionen Deutsche im Internet Waren kaufen. Das entspricht fast der Hälfte der Bevölkerung. Zieht man nicht geschäftsfähige Personen wie Kinder ab, so ergibt sich eine beachtliche Quote. Seit 2001 hat sich die Zahl derer, die im Internet kaufen, fast verdreifacht. Sie stieg von 13 Millionen auf gut 38 Millionen Käufer an. Insgesamt haben laut einer neuen Studie fast 80 Prozent der Deutschen mindestens einmal das Internet genutzt, um etwas zu kaufen. Die hohe Akzeptanz des Onlinehandels schlägt sich auch im Umsatz nieder. Dieser konnte sich seit dem Jahr 2000 mehr als verzehnfachen und liegt nun bei 26 Milliarden Euro. Die Wachstumsraten stagnieren zwar seit 2004, befinden sich aber immer noch auf einem hohen Niveau.

Durch die Möglichkeit im Internet einzukaufen, hat sich auch der klassische Versandhandel deutlich gewandelt. Inzwischen wird nur noch ein Drittel über Kataloge vertrieben, der Rest des Versandhandels läuft über das Internet ab.

Unterschiedliches Kaufverhalten

Das Kaufverhalten der Verbraucher im Internet ist relativ klar strukturiert. Bei Waren, bei denen eine Qualitätskontrolle notwendig ist oder bei denen Beratung benötigt wird, entscheiden sich die Verbraucher in der Regel für den klassischen Einzelhandel. Beispiele für diese Waren sind zum Beispiel Möbel, Kleidung und Lebensmittel. Ob die Verbraucher solche Waren im Internet kaufen würden, hängt aber auch mit ihrem generellen Nutzungsverhalten zusammen. So sind Nutzer, die häufig (das heißt wöchentlich) im Internet einkaufen, eher bereit auch teure und online schwierig zu bewertende Waren zu kaufen. Nutzer, die nur unregelmäßig (das heißt alle sechs Monate und seltener) im Internet kaufen, neigen hingegen dazu, nur günstige und risikolose Artikel wie zum Beispiel Bücher online zu erwerben.

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