Neun Millionen kaufen Medikamente im Netz
Internet-Apotheken sind auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Inzwischen kauft beinahe jeder sechste deutsche Onliner seine Medikamente auch in virtuellen Apotheken. Dies geht aus einer im Auftrag von BITKOM durchgeführten Untersuchung hervor. Mehr als neun Millionen Verbraucher aus der Bundesrepublik haben bislang bereits einmal freie oder verschreibungspflichtige Arzneimittel in einer Web-Apotheke bestellt. Vor einem Jahr waren es noch sieben Millionen.
Online-Bestellung immer beliebter
Die Pharmaindustrie im Netz boomt derzeit geradezu. Der Online-Kauf von Medikamenten kann in der Tat mit zahlreichen Vorteilen verbunden sein und ist vor allem zeitsparend und bequem. Vor allem Berufstätige und mobil eingeschränkte Personen nutzen die Vorteile der virtuellen Einkaufswelt. Hier können sie mit nur wenigen Klicks ihre Medizin bestellen und sparen sich den mitunter mühsamen Weg bis zu nächsten Apotheke.
Vorteile des Online-Kaufs
Der Online-Vertrieb apothekenpflichtiger Mittel und Medikamente ist in der Bundesrepublik seit 2004 zugelassen. Seit dem ist die Zahl der Web-Apotheken gerade zu explodiert. Gegenwärtig gibt es etwa 2.560 Online-Apotheken, die verschreibungspflichtige und freie Medikamente anbieten. Zudem können heutzutage auch die meisten Ladenapotheken mit einer eigenen Präsenz im Web aufwarten, über die Kunden ihre Arzneimittel bestellen können. Das wohl größte Pro-Argument des Online-Medikamentenversands: aufgrund der niedrigeren Fixkosten können sie rezeptfreie Medikamente zu teilweise erheblich günstigeren Preisen anbieten. Denn für freie Medikamente besteht keine Preisbindung – jeder Anbieter kann seinen eigenen Preis ansetzen.
Rezeptpflichtige Medikamente unterliegen hingegen der deutschen Arzeneimittelverordung. Sie werden bundesweit zu einheitlichen Preisen angeboten und dürfen nicht preiswerter oder gar teurer verkauft werden. Wer ein Rezeptpflichtiges Medikament im Internet bestellt, muss das Originalrezept per Post an den Anbieter schicken. In der Regel erstattet die Online-Apotheken den Betrag der Zusendung.